5 Gründe, warum Remote Usability Testing günstiger ist als traditionelle Labor-Tests

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Wie Remote Usability Tests bei der Kostenreduzierung für UX Research-Projekte in Unternehmen helfen

Wenn Budgets knapp sind und Effizienz das Motto ist, sind Remote Usability Tests.

die richtige Wahl, um kostengünstig schnelle und umfangreiche UX Research Ergebnisse zu erzielen.

Wir stellen Ihnen 5 Argumente vor, wie Remote Usability Testing Unternehmen dabei hilft, Kosten für UX Research einzusparen:

  1. Geringer Betrag pro Teilnehmer

    Bei Remote Usability Testing sind die Kosten für die Teilnehmer-Rekrutierung und Incentives 5 bis 10 Mal niedriger als bei traditionellen, Labor-basierten Tests. Obwohl dieser Betrag von Land zu Land variieren kann, werden bei traditionellen Labortests für die Rekrutierung im Schnitt 50€ bis 60€ pro Teilnehmer ausgegeben.

    Weitere 50€ bis 60€ erhält ein Nutzer normalerweise als Incentive für den rund einstündigen Test im Usability Lab. Insgesamt entstehen dadurch Kosten von 100€ bis 120€ pro Studienteilnehmer. Bei Remote Usability Testing schätzt man den Gesamtbetrag pro Teilnehmer inklusive Rekrutierung und Incentive auf lediglich 10€.

    Obwohl der Betrag pro Teilnehmer geringer ausfällt, beeinflusst dies nicht die Qualität der Rekrutierung oder die der Teilnehmer. Vielmehr hängen die geringeren Kosten mit 3 Faktoren zusammen:

    1. Der Rekrutierungsprozess verläuft effizienter. Bei traditionellen Usability Tests werden Nutzer telefonisch rekrutiert. Dabei werden potentielle Teilnehmer mithilfe eines Rekrutierungsfragebogens abgeklopft (Screening). Bei Remote Tests ist es hingegen üblich, Nutzer eines Online Panels per Email zu einer Studie einzuladen. Die Teilnehmer füllen den Rekrutierungsfragebogen selbst aus, was den Prozess erheblich beschleunigt.

    2. Die Teilnehmer geben sich mit einer geringeren Aufwandsentschädigung zufrieden, da sie nicht extra in ein Labor kommen müssen. In größeren Städten benötigen Nutzer mitunter ein bis zwei Stunden für die Hin- und Rückfahrt, um einen einstündigen Labortest durchzuführen. Am Ende zahlt man das Incentive statt für die eigentliche Testzeit für 2,5 bis 3 Stunden.

    3. Während Labor-basierte Tests üblicherweise 60 bis 90 Minuten dauern, sollte ein Remote Usability Test nicht mehr als 20 Minuten.in Anspruch nehmen.

  2. Kein Moderator notwendig

    Bei unmoderierten Remote Usability Tests (URUT) gibt es keinen Moderator, der die Teilnehmer während der Studie befragt. Die Nutzer antworten online auf vordefinierte Fragen, bearbeiten definierte Anwendungsaufgaben und führen den Usability Tests asynchron durch.

    Für einen Labortest mit 8-12 Teilnehmer werden 2-3 Manntage für die Moderation fällig, evtl. wird zusätzlich noch ein Protokollant benötigt. Je höher die Anzahl der Teilnehmer, desto mehr Zeit wird eingespart.Für die Vorbereitung eines Remote Usability Tests benötigt man einige Stunden, um das Testskript zu entwickeln und die Studie in einer Test-Software zu implementieren. Bei Folgetests verkürzt sich diese Zeit erheblich, da man sowohl ganze Studien als auch einzelne Tasks oder Questionnaires einfach innerhalb der Test-Software kopieren kann.

    Auch bei Remote Tests wird empfohlen, die Studie vor dem Launch zu testen, was bei beiden Testarten zu einer ähnlich langen Vorbereitungszeit führt.

  3. Schnelle Analyse und Reporting

    Mit Remote Usability Testing lässt sich die Datenanalyse und das Reporting bis zu 30% schneller durchführen. Die passende UX Test-Software generiert sofort verwertbare Informationen und ist zudem mit Features ausgestattet, die eine automatisierte Datenanalyse erlauben.

    Wodurch wird Zeit bei der Datenanalyse und dem Reporting eingespart?

    Standardisierte Usability Metriken, wie Erfolgsraten, Klickraten, Time on Task oder Bewertungen der Nutzer werden automatisch aufgezeichnet.

    Unterschiede im Nutzerverhalten oder verschiedenen Nutzerprofilen sind durch integrierte Filtermechanismen schneller zu identifizieren.

    Videoanalyse UserZoom und andere UX Research Tools nehmen während jeder Testaufgabe das Nutzerverhalten bzw. die Interaktion im Browser als Video-Clip auf (Video Session Replay). So entstehen beispielsweise bei einem Nutzer, der 4 Aufgaben durchführt, 4 verschiedene Clips.Die Nutzervideos werden entweder nach Effizienz gefiltert (Teilnehmer, die eine Aufgabe erfolgreich beendet haben und Nutzer, die eine Aufgabe abgebrochen haben) oder nach Problemen bei der Aufgabendurchführung (Teilnehmer werden nach den Gründen gefragt, warum sie eine Testaufgabe abgebrochen haben. Es können auch gezielt Videos ausgewählt werden, in denen ein bestimmtes Nutzerverhalten zum Abbruch der Aufgabe geführt hat).Video Session Replay mit Filteroptionen erspart es UX Researchern, viele Stunden auf das Sichten von Filmmaterial zu verwenden und erlaubt UX Professionals, Studienergebnisse überzeugender mit passenden ausgewählten Videos zu illustrieren.

  4. Internationale Studien

    Einer der derzeit wichtigsten Branchentrends sind internationale Nutzerstudien. In einem globalisierten Markt müssen Unternehmen ihre digitalen Produkte in verschiedenen Ländern testen. Die Erfahrung zeigt, dass internationale Usability Tests 50% bis 100% teurer sind als Usability Test im Heimatland. Diese Kalkulation berücksichtigt bereits, dass eine Nutzerstudie in der Schweiz höhere Kosten erzeugt, als in Indien.

    Internationale Studien bringen häufig die folgenden Mehrkosten mit sich:

    a. Reise- und Hotelkosten,.

    b. Kosten für internationales Projektmanagement,.

    c. Übersetzungskosten,.

    d. Zeit für die Erstellung von vergleichenden Berichten.

    e. Aufwand für die Konsolidierung von Daten und individuellen Berichten aus unterschiedlichen Ländern.

    f. Aufwendige Rekrutierung durch separate Rekrutierer pro Land.

    Eine internationale Remote Usability Studie bringt hingegen nur zweierlei Arten von Mehraufwand mit sich:

    a. Die Rekrutierung muss für jedes Land angepasst werden (Lokalisierung der Rekrutierungsprofile und Incentives) – allerdings können viele der Online-Panel Anbieter weltweit rekrutieren, sodass man nur mit einem Rekrutierer zu tun hat.

    b. Das Testskript muss übersetzt und implementiert werden. Zudem müssen, falls verwendet, die Antworten auf offene Fragen übersetzt werden.

    Internationale Remote Usability Tests kosten durchschnittlich weniger als die Hälfte internationaler Labor-Tests.

  5. Kein Usability Labor notwendig

    Bei Labor-basierten Tests fallen Miete, Instandhaltungskosten für das Labor, die Ausrüstung und die Wartung an. Viele Labors befinden sich im Zentrum größerer Städte, um den Teilnehmern den Zugang zu erleichtern, was sich auch auf die Mietpreise auswirkt.

    Je nach Stadt belaufen sich die Kosten für ein Usability Labor auf500€ bis 1.000€ pro Tag Je mehr Teilnehmer an der Studie teilnehmen, um so höherer der Preis für den Labortest.

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